Die kleine Brücke

Transkribierung

[00:05.06] Die kleine Brücke [00:07.34] Die kleine Bogenbrücke aus schlichtem, nacktem, grauem Beton wölbt sich und bereitet Ihnen den Weg weiter Richtung Wasserpavillon. [00:16.12] Diese Schlichtheit, das fast schon Unfertige und Provisorische, ist so gewollt, denn die Brücke soll Sie, liebe Besucherinnen und Besucher, im wahrsten Sinne des Wortes dem Dao- bzw. Taoismus näherbringen. [00:29.50] Denn nicht die großen Werke, die Anhäufung von Macht, Reichtum und Wissen oder strenge Befolgung von Geboten und Einübung von Tugenden führt die Menschen in Glückseligkeit. [00:39.80] Vielmehr ist es laut dem Taoismus das Nicht-Tun (auch wu-wei genannt). [00:45.56] Es ist die Befreiung von Wünschen und Begierden durch eine passive Angleichung an die Natur, was die Menschen Vollkommenheit begreifen lässt. [00:53.92] Diese kleine, schlichte, ja fast schon hässliche Brücke verweist in der Poesie des Chinesischen Gartens auf die beiden prägendsten chinesischen Lehren hin. [01:03.40] Der magische Dao- bzw. Taoismus sowie der rationalistische Konfuzianismus. [01:10.10] Beide sind Ausdrucksformen des chinesischen Universalismus, also die geistige Grundlage der chinesischen Anschauung über Weltbild, Ethik, Staatswesen und Wissenschaften. [01:21.34] Später als der Dao- bzw. Taoismus und der Konfuzianismus kam der Buddhismus hinzu. [01:27.44] Im sogenannten chinesischen Volksglauben sind seit über 2000 Jahren Elemente dieser drei Lehren zu einer Art Volksreligion verschmolzen.

Die kleine Brücke

Befreiung von Wünschen und Begierden
Von der Schlichtheit und der Angleichung an die Natur

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Audioguide des Konfuzius-Instituts Metropole Ruhr
Web-App
KI Ruhr

Fotos
Yidan HUANG

Sprecherinnen
Sarah Reimann, Stefanie Ridder, Yan XIONG

Musik
Xingyue LIAO

Tonaufnahme
Jan Niklas Ecker

Redaktion & Konzept
Stefanie Ridder, Susanne Löhr, Xiaoyan LU
made with ❤ in Duisburg - Metropole Ruhr

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